Herzbruch im Urlaub 1 – Blog like there’s no one reading

Guten Morgen, liebes Internet, das ist natürlich eher außergewöhnlich, dass ich so früh bereits zu Ihnen spreche. Ich sitze im ICE, durfte die letzte Stunde nicht sprechen, weil niemand sich unterhalten wollte, und fahre jetzt schon mal vor nach Venedig, um dort vor Ort alles vorzubereiten für die Ankunft von Familie N am Sonntag. Auf der anderen Seite vom Gang sitzen Herr und Kind H, wobei ich nur schätzen kann, dass es sich um Kind H handelt, die Person, die dort am Fenster sitzt, hat sich nämlich einen schwarzen FFP2 Mund-Nasenschutz um den unteren Teil des Gesichts und eine schwarze OP Maske über die Augen gezogen und ist somit im Prinzip vermummt. Es gibt außer uns nur wenige Menschen hier im Zug, aber irgendjemand hat offensichtlich ein Mettbrötchen mit Zwiebeln in der Tasche. Ich werde interessiert beobachten, wann der leichte Ekel, den ich bei dem Geruch empfinde, in den Wunsch nach Frühstück umschlägt.

Beinahe wären wir dann doch nicht in voller Mannstärke gefahren, gestern Abend offenbarte sich nämlich, dass die Überbrückungssitter, die von Freitag bis Montag am Ende der Reise auf den Hund aufpassen sollten, ausfallen, und da ja alle Hundepensionen in Deutschland ausgebucht waren und die Oma nicht nur 82 ist, sondern just an dem Wochenende auch noch Geburtstag hat, war die natürlich auch gar keine Lösung, lange Rede, kurzer Sinn (immer, wenn ich das schreibe, höre ich Frau N sagen „heißt es nicht langeR Rede, kurzer Sinn“, aber es heißt ja auch nicht Nabelbauch und Weltei, manche Leute sagen halt manche Sachen falsch), nach diversen nicht stattfindenden Optionen kamen wir kurzzeitig zu dem Ergebnis, dass Herr H dann wohl zuhause bleiben wird, aber das konnte dann doch noch abgewendet werden und Fiene wird jetzt die ganze Reise lang hervorragend zuhause mit dem dicken Kater betreut.

Jetzt hat jemand gepupst. Es sitzen außer uns nur 3 ältere Herren in der ersten Klasse. Ich mache jetzt die Augen zu und stelle mir vor, es war mein Kind.

4 Gedanken zu „Herzbruch im Urlaub 1 – Blog like there’s no one reading“

  1. Imho:
    Das Komma ist falsch. As in: [Lange Vorrede mit diversen unterhaltsamen oder nervtötenden Abschweifungen] Langer Rede kurzer Sinn [gedacht „ist also“]: So und so.
    Ich wollte schon immer mal hier im Blog klugscheißen, sorry, es musste sein.

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    • Ja, das Komma ist falsch. Ich sehe das ein. Aber: Ich werde einfach in Zukunft bei meiner Version ohne R bleiben und im Zweifelsfall einen aktiven Sprachwandelprozess unterstützen. So!

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