23.11.22

Kein attraktives Datum, wie unansprechend. Und auch ein sehr voller Tag, den ganzen Tag Sachen gemacht mit anderen Leuten, das ist ja gar nicht mehr so meins, ich bin ja sehr gerne mitten in meiner eigenen Komfortzone, so ganz alleine, im Zweifelsfall unter einem Berg Exceltabellen, das ist schön, ich blühe dann auf. Sie können jetzt gehen, ist okay.

Das Jahr endet fulminant, aber ich habe Verstärkung gefunden und das in dem Moment, wo ich sie am dringendsten brauche. Das ist aus allen Gründen hervorragend, insbesondere, weil ich die Verstärkung seit vielen Jahren kenne, hire for attitude, train for skills sagt man ja, und naja, ich muss in meinem Job for attitude and brain hiren, den Rest kann man trainieren. Wenn attitude und brain nicht stimmen, hat man am Ende nur Sorgen, und ich möchte ja ein spaßbasiertes Leben führen, kein sorgenbasiertes.

So erklärte ich heute also sehr viel, hörte viele gute Fragen zur Sache und teilte irgendwann meine Fragentaxonomie für Coworkers: Am schlechtesten ist, wenn man neu beginnt und gar keine Fragen hat. Ich muss dann zwingend unterstellen, dass man einfach nicht verstanden hat, was man hier machen soll. Am zweitschlechtesten ist, wenn man dumme Fragen stellt, dann hat man zumindest verstanden, dass man besser erst mal fragt, bevor man was macht, aber für mich wäre das Erlebnis natürlich ein besseres, wenn die Fragen nicht dumm wären, dann hätte ich das Gefühl, man wär da auf einem richtig guten Weg. Am drittschlechtesten, da es aber kein viertschlechtesten gibt und es außerdem schon wirklich gar nicht mehr schlecht ist, somit also eigentlich viel eher am besten, ist, wenn man Fragen stellt und diese demonstrieren, dass man gut verstanden hat, was eigentlich theoretisch gemacht werden müsste, aber man sich doch noch mal versichern möchte oder wirklich einzelne Dinge nachfragen muss, um das Gesamtbild besser zu verstehen.

Also heute nur gute Fragen, hervorragend, und sogar schon eine Meinung, die anders war als meine, allerdings *besser* als meine, und das ist natürlich der allerbeste Effekt. Auch mal mit frischem Auge draufgucken auf die eigene Suppe. Macht man ja auch zu selten.

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