12.02.2024

Helau.

Das war’s aus Düsseldorf. Ich bin ja kein besonders karnevalistischer Mensch, und ja, der Zooch ist hier in diesen Gefilden ein großes Ding, Karneval insgesamt, aber wir wohnen weit abseits des betroffenen Weges, wenn man also nicht rausgeht, ist man nicht betroffen.

Perfekte Überleitung zum Thema, mit dem ich mich heute beschäftigt habe. Sanierung, seufz. Am Mittwoch ist der Besprechungstermin mit dem Energieberater, und da der Herr bei dem Begehungstermin nicht sehr gut zugehört hat, zumindest immer dann, wenn ich sagen wollte, was wir machen wollen, schien es mir sinnvoll, doch einmal alle bislang in einer Exceltabelle gesammelten Erkenntnisse in einer noch viel besseren Exceltabelle und einer damit einhergehenden Projektskizze als Textangebot zu erstellen. Die möge er bitte vor Mittwoch 8.30 Uhr gelesen haben, damit wir einfach darüber sprechen können, was uns betrifft, alles andere können wir dann ja weglassen, ich muss ja eine Sanierung wieder reinarbeiten, da kann ich nicht zu viel Zeit damit verbringen, alten Männern zuzuhören, die mir Sachen erzählen wollen, die sie gut erzählen können, weil sie sich nicht die Mühe gemacht haben, sich damit zu beschäftigen, wie die Situation ist. Oh. Ich klinge bitter.

Jedenfalls habe ich alle Dinge, die ich in den letzten acht Wochen überlegt, geplant und recherchiert habe, inklusive Skizzen zusammengetragen, ich hoffe, es hilft. Eine Entscheidung, die zum Beispiel getroffen werden muss, ist die, wie wir künftig heizen, Sie erinnern sich, die bestehende Heizung hat keine Zukunft mehr vor sich. Wir waren ja bereits bei der Wärmepumpe angekommen, bis wir plötzlich – die Stadt antwortet ja nicht auf Anfragen – in einem supergeheimen weil gut versteckten Geheimdokument herausfand, dass unser Haus im Fernwärmevorranggebiet steht. Irgendwann wird hier also Fernwärme hingelegt. Da ich nun davon ausgehe, dass das nicht bis nächsten Oktober abgeschlossen sein wird und da ja auch niemand Auskunft drüber erteilen möchte, war mir damit auch wieder nicht geholfen, bis ich in einer kommunalen Förderrichtlinie fand, dass es noch weitere Zuschüsse zur Wärmepumpe gibt, hurra, aber nicht, wenn man im Fernwärmevorranggebiet wohnt, nicht hurra, es sei denn, die Stadtwerke können verbindlich sagen, dass in den nächsten zwei Jahren auf gar keinen Fall eine Leitung zu diesem Haus verlegt werden kann, dann gibt es doch wieder Förderung. Jetzt mal von der, in der Gesamtschau betrachtet äußerst geringen, Förderung abgesehen, sehe ich hier jetzt die Möglichkeit, über die eine Behörde Informationen aus einer anderen Behörde rauszupressen, und schon hat man wieder einen intakten Entscheidungsbaum. Wenn in den nächsten zwei Jahren Fernwärme kommt, gibt es keine Wärmepumpe, sondern die uralte Heizung wird für eine Heizperiode mit gebrauchten Teilen geflickt. Wenn in den nächsten fünf Jahren auf jeden Fall und verbindlich Fernwärme verlegt wird, werden wir überlegen, ob wir die klimaschlechte Heizung in neu einbauen lassen, um sie dann wieder ausbauen zu lassen, sobald Fernwärme kommt. Wenn die Stadt dabei bleibt, dass sie eigentlich nix weiß, gibt es eine Wärmepumpe, und dann möchte ich aber auch nix mehr hören über förderschädliche Dinge. Und was ich eigentlich sagen wollte: Wenn man sich bei der Kommune über Fernwärme schlaumachen möchte, lernt man, dass die Menschen, die bereits ans Netz angeschlossen sind oder werden können, „betroffen“ sind, das fand ich schön.

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