05.01.2024

Wenn ich es nicht besser wüsste, und ich weiß es ja gar nicht besser, würde ich sagen, ich krieg schon wieder Corona, und dann wäre ich wirklich beleidigt. Seit drei Tagen leichte, wirklich leichte Erkältungssymptome, die Vorlesung, die ich morgen 8 Stunden lang weit weg hätte halten sollen, habe ich vorsichtshalber verschoben, denn im Umfeld ist auch schon wieder Corona, oder immer noch, und ich möchte jetzt ungern 50 Leute anstecken, die Deutschland noch braucht, Fachkräftemangel, da müssen wir alle mithelfen. Seit heute Morgen habe ich jedenfalls noch Halsschmerzen, wie auch bei den ersten beiden Runden, genau an der gleichen Stelle, und ich bin kein Mensch mit Halsschmerzhintergrund, die gab es bislang erst dreimal: Scharlach, COVID 1 und COVID 2. Wenn ich übrigens wählen könnte, wäre es jetzt etwas ganz anderes, leichter Infekt wegen Wetters zum Beispiel, und ansonsten lieber COVID als Scharlach, meine Erinnerungen an Scharlach sind grauenhaft, das möchte ich nicht noch einmal machen, allerdings bin ich ja in der schönen Situation, dass ich sowieso nicht aussuchen kann, ich habe jetzt irgendwas, und das geht auch wieder vorbei, um mehr muss ich mich gerade nicht kümmern.

Vielen Dank übrigens für die Hinweise mit der Baugenehmigung, das haben wir natürlich alles im Blick. Unser Ausflug ins Bauarchiv neulich diente zum Beispiel der Klärung der Frage, wann das Haus gebaut wurde und ob es eine Baugenehmigung gab, es wäre ja schlecht gewesen, wenn man irgendwann irgendeine Förderung bei der KfW beantragen möchte, und als ersten Schritt muss man rückbauen und darf auch nichts mehr aufbauen. Dann müssten wir umziehen, ich denke nämlich nicht, dass Ona die Zumutung auf sich nehmen würde, wieder mit uns unter einem Dach zu leben, und ich denke nicht, dass wir die Zumutung auf uns nehmen würden, ihn jedes Wochenende mit der halben Handballmannschaft in meinem ehemaligen Arbeitszimmer liegen zu haben, und alle schreien ständig „Digga“. Erstmal ist es jedenfalls so, dass das Gartenhaus, das genaugenommen um 2 Ecken ein Anbau ans Haus ist, bereits 1898 geplant und genehmigt war, 1900 dann gebaut wurde, und somit Teil des Hauses ist. Was das am Ende bedeutet, wird der Architekt für uns regeln, hoffe ich, ich möchte da selber nichts regeln, ich möchte, wie bei der Kernsanierung 2015, einmal am Tag mit strenger Miene gucken kommen und sagen: „Ja, sehr schön, hier bitte noch ein bisschen nach links.“ Würden wir komplett abreißen, würden wir exakt das gleiche wieder aufbauen, das klingt albern, ist aber eventuell sinnvoll, da das Fundament wahrscheinlich neu gemacht werden müsste, das Dach sowieso, und die Wände werden fast komplett durch neue Fenstersituationen abgerissen, und wenn Boden, Wände und Dach weg sind, dann ist es eigentlich ja weg, und dann könnte man das alles abtransportieren und neu bauen. Sollte das nicht gehen, wird der Architekt sicher eine gute Lösung finden, wie man den Bestand sanieren kann, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass Neubau gar nicht die sinnvollste Variante ist, aber wie gesagt, das sollen uns Leute sagen, die das beruflich machen. Am 15. kommt erst mal der Energieberater, der wird sich auf jeden Fall freuen, dass wir an der Stelle rohe Gewalt nicht scheuen.

Jetzt Tee.

4 Gedanken zu „05.01.2024“

  1. Scharlach hatte ich schon mehrfach (u.a. jobbedingt (Kita;)) und ich kann Ihnen sagen, bei leichten Halsschmerzen ist es eher kein Scharlach. Zumindest bei mir ist Scharlach so schmerzhaft gewesen, dass ich direkt zum Arzt ging. Das mache ich normalerweise nicht.
    Scharlach geht aber wenigstens mit Antibiotika gut weg, da nervt ne Bronchitis dann langfristig oft mehr 😉

    • Das sagte ich ja: Ich möchte keinesfalls Scharlach haben. Ich hatte den nur einmal, 2012, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich jemals kränker gefühlt hätte, der Horror. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es 11 verschiedene Stämme, sobald Sie die durch haben, sind Sie immun!

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